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08.01. bis 12.01.24 Klasse 7 Berufsfelderkundung in Rohr

Vom 8. bis zum 12. Januar 2024 hatte die Klasse 7 der Herzog Bernhard-Schule Römhild die Gelegenheit, im Berufsbildungszentrum Rohr (BTZ Rohr) eine Berufsfelderkundung zu durchlaufen. In einem Wechsel und in Kleingruppen tauchten die Schüler in fünf unterschiedliche Berufsfelder ein: Lebensmittelherstellung, Gesundheitspflege, Elektro, Hochbau sowie Farb- und Raumgestaltung. Einige Schüler hatten sogar die Gelegenheit, am Freitag in das Berufsfeld Marketing zu schnuppern, welches erstmals angeboten wurde.

Der Alltag der Schüler wich für diese Woche von ihren gewohnten Unterrichtszeiten ab. Von Montag bis Donnerstag arbeiteten sie von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr, am Freitag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr, und erlebten so hautnah die Anforderungen und Abläufe in ihrem jeweiligen Berufsfeld.

Der Tag endete für die meisten Schüler bis auf Freitag immer erst nach der regulären 8. Stunde. Einige wünschten sich gar, den Schulalltag gegen diese praxisnahe Woche zu tauschen, während andere nachmittags vor Erschöpfung in einen wohlverdienten Erholungsschlaf fielen.

Hier ein kurzer Einblick in die vielseitigen Erfahrungen der Schüler in den verschiedenen Berufsfeldern:

Im Berufsfeld Lebensmitteltechnik wurden nicht nur Kenntnisse über die Herstellung von Lebensmitteln vermittelt, sondern die Schüler durften selbst Hand anlegen. Ein frisches Brot wurde gebacken, ein Quark-Öl-Teig für herzhafte und süße Teilchen vorbereitet, und als Highlight mixten die Schüler einen alkoholfreien Caipi, auch Ipanema genannt, mit einem Zuckerrand.

Im Berufsfeld Elektro konnten die Schüler ihre Fähigkeiten im Löten weiterentwickeln. Einige Schüler konnten dabei auf Vorkenntnisse aus dem Besuch der Firma Preh in Bad Neustadt im vergangenen Schuljahr zurückgreifen. Die kreativen Köpfe unter den Schülern konnten durch die Auswahl vorgegebener Formen, Muster und Tiere ihren inneren Löt-Picasso wecken.

Im Bereich der Gesundheitspflege durften die Schüler im kosmetischen Bereich aktiv werden. Sie stellten eine Creme sowie eine wohlriechende Seife her und verpackten sie sorgfältig als Geschenk.

Im Hochbau hatten die Schüler die Möglichkeit, einen hölzernen Rahmen zu mauern und sich im Verfugen von Sichtmauerwerk zu üben. Auch das Mauern einer freistehenden Mauer aus Ziegelsteinen gehörte zu den praktischen Übungen. Hier kamen Mörtelkelle, Stoßfugenkelle und Wasserwaage zum Einsatz.

Im Berufsfeld Farb- und Raumgestaltung waren nicht nur handwerkliche, sondern auch kreative Fähigkeiten gefragt. Die Schüler mussten geometrisches Wissen anwenden und verschiedene Techniken wie Quadrat zeichnen, Lasurtechnik, Stupftechnik mit einem Schwamm, Schablonentechnik und Kreuzgangauftrag mit Pinsel erlernen. Jeder Schüler durfte stolz seine gestaltete „Wand auf Papierrolle“ mit nach Hause nehmen.

Im Berufsfeld Marketing stand am Freitag die Erstellung eines Produkts/Plakats für einen selbst gewählten Gegenstand im Fokus. Die Schüler wurden herausgefordert, ein kreatives Design zu entwickeln, ein Logo zu gestalten, die Preisfindung zu berücksichtigen und effektive Werbestrategien einzusetzen.

In jedem Berufsfeld wurden die Schüler von ihren Ausbildern anhand verschiedener Kriterien wie Belastbarkeit, Umgang mit Werkstoffen und Materialien, Selbständigkeit, Auftreten, Disziplin, Teamfähigkeit und respektvollem Umgang eingeschätzt. Die Schüler dokumentierten ihre Arbeit in einem Tages- und Wochenbericht, in dem sie auch eine Selbsteinschätzung abgaben.

Am Ende der Woche hatten die Schüler die Möglichkeit, ein schriftliches Feedback zur Berufsfelderkundung zu geben. Sie beurteilten, ob die Woche interessant war, ob die Inhalte und Tätigkeiten umsetzbar waren, ob alles verständlich erklärt wurde, ob sie neue Dinge gelernt haben, ob sie schulisches Wissen anwenden mussten und ob sie sich vorstellen könnten, einen der erkundeten Berufe zu erlernen.

Diese Woche war nicht nur für die Schüler, sondern auch für die begleitenden Lehrer eine bereichernde Erfahrung. Abschließend lässt sich feststellen, dass für einige Schülerinnen und Schüler durch die Berufsfelderkundungswoche am BTZ Rohr eine neue berufliche Perspektive eröffnet wurde, während andere genau herausgefunden haben, was sie auf jeden Fall nicht werden möchten.

Wir sind gespannt darauf, wie sich die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen in der weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung der Schüler schlussendlich niederschlagen werden.


Fotos: Schulförderverein